2010 - 1. Preis

wagner
Schal und Schärpe - Sabine Wagner
Eine Draperie (von französisch drap: Tuch) ist ein dekorativer Stoffbehang, eine Verzierung aus dekorativ angeordneten Textilien, die gerafft und in Falten gelegt werden. Dabei ist es nicht einfach, beim Design eines Kleidungsstücks bauschige Falten zu entwickeln, die trotz ihrer Fülle der Figur schmeicheln und dabei so locker wirken, als seien sie zufällig und natürlich entstanden. Die Worpsweder Textilkünstlerin Sabine Wagner versteht es exzellent, durch Drapieren aus viereckigen Stoffen extravagante Mode zu zaubern. Die Jury hat der Künstlerin deshalb den 1. Bochumer Designpreis für ein zweiteiliges „Kleidungsergänzungsstück” bestehend aus einem Schal und einer Schärpe zuerkannt. Dies war nicht nur in der handwerklichen Verarbeitung - nur durch die besondere Schnitt- und Nähtechnik behält das Objekt seine Form - begründet, sondern auch in der Idee und der stimmigen Gesamtkomposition.

2010 - 2. Preis

Kragenspangen - Heidi Schulze-Merian
Die Bonner Diplom-Schmuckgestalterin Heidi Schulze-Merian verwendet für ihren durchaus avantgardistischen Schmuck neben klassischen Edelmetallen und -steinen auch Edelstahl oder Kunststoffe. Vor allem ihr Acrylschmuck hebt sich dabei aus ihrer Kollektion hervor. Durch die klare, großzügige, plastisch durchgestaltete Form im Zusammenspiel mit dem Reiz der Farbe und dem Schimmer des Lichts auf der glatten Oberfläche oder im transparenten Material entstehen Schmuckstücke, die für sich, als Objekte, ästhetisch überzeugen. Die Jury zeichnete die Schmuckgestalterin für ihre zwei Kragenspangen DUR und MOLL aus geschichtetem Acryl aus. Die an eine Möbiusschleife erinnernden Objekte überzeugten vor allem durch ihre Form und ihre materialgerechte Gestaltung.

2010 - 3. Preis

Textil - Sylvia Döhler
Mit ihrer Kollektion NONWOVENS - Textilien in denen Naturmaterialien und Materialien aus dem Alltag eingearbeitet sind - ist die Erfurter Designerin Sylvia Döhler bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Ihre Stoffe finden Anwendung in der Raum- und Flächengestaltung sowie im Lichtdesign. Diese Textilien sind zeitlos und nutzen eine puristische Formensprache, um als modernes Schmuckelement in einer Wohnung Einzug zu halten. Sie verbinden Schlichtheit mit Raffinesse und verändern mit dem wechselnden Licht des Tages und der Jahreszeiten ihren Charakter und erfinden sich immer wieder neu. Die Jury hat Sylvia Döhler den 3. Bochumer Designpreis für das Textil RUBBERBANDS zuerkannt. RUBBERBANDS sind Stoffe in die verschiedene Gummiringe eingearbeitet sind. Die Jury war vor allem von der eigenwilligen Formensprache fasziniert. Die Gummiringe beherrschen das Muster auf den Textilien und lassen dabei bizarre Ornamente entstehen.

2010 - Sonderpreis

Raffring - Louise Cohen
Die Arbeiten von Louise Cohen - egal ob Möbel, Mode- oder Wohn-Accessoires - bewegen sich zwischen Designprodukt und Kunstobjekt und sind meist „einfach schön“ - also sowohl einfach, als auch schön. Sie ist Mitglied im BNO dem Zusammenschluss niederländischer Designer. Obwohl Sie ständig auf Messen im In- und Ausland (Russland, Spanien etc.) unterwegs ist, hat sie ein ganz besonderes Produkt zum DESIGNKIOSK RUHR.2010 beigesteuert: einen Textil-Transformer. Damit wird gewöhnliche Kleidung zum Augenfänger. Die Jury des Bochumer Designpreises hat den „Textil-Transformer“ mit dem Sonderpreis für den DESIGNKIOSK RUHR.2010 ausgezeichnet.