2005 - Preisträger

hampala
Collier - Stephan Hampala
Stephan Hampala wurde von der Jury ausgezeichnet für sein Collier „Zeppelin“, bestehend aus antiken venezianischen Glasperlen, die mit einem Seidenfaden einzeln gefasst und über einer gedrechselten Holzform gestaltet wurden. Die Jury war einerseits von der historischen bzw. ethnologischen Absicherung und andererseits von der „Überführung“ der Grundidee in zeitgenössisches Schmuckdesign begeistert. Zusätzlich hob sie die Formenwahl mit dem Oval als eine „Urform“ und den Verschluss der Kette hervor, der sich harmonisch in die Form einfügt, ohne dass er sich als besonderes Gestaltungselement abhebt und dabei trotzdem modern und leicht zu handhaben ist.

2005 - Preisträger

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Regal - Dirk Geiger
Dirk Geiger wurde von der Jury für „Yohisi“ ausgezeichnet, eine überraschende und neuartige Form eines Wandregals. Das Regal besteht aus einer farbig beschichteten Rückwand, die mit Nuten bzw. Schlitzen versehen ist. In diese werden Profil-Trageböden aus Alucabond eingesteckt. Durch spezielle Fräsungen an der Innenseite der Böden lässt sich das Plattenmaterial von Hand zu den Profilen biegen. Die Jury hob hier in erster Linie die spannungsvolle Materialästhetik hervor, die vor allem aus dem Grundgedanken des Regals resultiert, sich auf das Wesentliche zu reduzieren. So entsteht der Eindruck einer Leichtigkeit, die in Spannung steht mit den sich selbst stabilisierenden Trageböden.

2005 - Preisträger

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Lampe - Manfred Braun
Manfred Braun wurde von der Jury ausgezeichnet für sein Leuchtobjekt L43, einem Steinzeugkorpus, das perforiert, gelocht und dann mit Porzellan behautet wurde. Die Jury hob vor allem die hervorragende Auseinandersetzung mit dem Material und die handwerkliche Qualität hervor. Das von der Lampe abgegebene Licht steht im Gegensatz zur Härte des Materials – es erinnert an orientalische Haremshäuser und taucht den Raum in eine fast mystische Beleuchtung. Das Steinzeug scheint sich bei eingeschaltetem Licht in weiche, nachgiebige Gaze zu verwandeln.

2005 - Preisträger

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Kleid - Pia Filliger-Nolte
Bereits 1995 bekam die Textilgestalterin Pia Fillinger-Nolte den Staatspreis des Landes NRW für das dt. Kunsthandwerk für den Bereich Textil zuerkannt. Pia Fillinger-Nolte wurde von der Jury des Bochumer Designpreises für ihr Kleid „Malvine“ ausgezeichnet. Das Kleid besteht aus einem Wollboucle aus Lambswool und Angora und ist handgewebt. Der besondere ist die Wahl des Materials, einem filzenden und einem nicht filzenden und seiner Bearbeitung nach dem Weben. Die Jury hob vor allem das fast prosaische des Kleidungsstückes hervor. Das feenhafte wecke Assoziationen von Leichtigkeit, Verspieltheit und Romantik. Gleichzeitig würde das Material aber trotzdem für die nötige Stabilität sorgen. Hier sei die Gratwanderung zwischen Tragbarkeit und Transparenz bestens gelöst.

2005 - Preisträger

berger
Tischobjekt - Michael Berger
Kinetischer Schmuck ohne motorischen Antrieb ist der Schwerpunkt in der Arbeit von Michael Berger. Der Goldschmiedemeister wurde von der Jury für ein kinetisches Tischobjekt ausgezeichnet. Das ca. 25 cm große Silber-Objekt besteht aus einem linsenförmigen Korpus in den eine zweite Linse mittels mehrerer Kugellager befestigt ist. Durch den Anstoß mit der Hand ist die innere Linse zu langanhaltenden und immer wieder unvorhersehbaren Bewegungen fähig. „Faszinierend“ war die einstimmige Meinung der Jury und ergänzend: „Fast schon zu faszinierend“. Die Jury betonte vor allem den hohen ästhetischen Wert des auf eine Grundform reduzierten Objekts. Es wecke sowohl das Spielerische im Menschen und zusätzlich die Neugierde darauf, wie es konstruiert sei.