2009 - 1. Preis

heidhoff
Nistkasten - Peter Heidhoff
Der Bremer Peter Heidhoff wurde für einen Nistkasten für Blaumeisen mit dem Bochumer Designpreis ausgezeichnet. „Aus Meisensicht vollkommen perfekt“, betonte die Jury und hob die geniale Einfachheit der Idee hervor. Das Dach, das aus einem halbrund gebogenen und mit z.B. Resopal beschichteten Sperrholz besteht, kann über das aus Vorder-, Rückseite und Boden bestehende Gerüst des Nistkastens gezogen werden und unter dem Boden mit einem Haken verschlossen werden. „Hier ist schon fast das Rad neu erfunden worden“, so die Begründung der Jury. „Die Gestaltung ist zudem einfach und doch von einem hohen Wiedererkennungswert. Die Handhabung ist ebenso einfach und doch perfekt.“

2009 - 2. Preis

olbrish
Tasche - Wolfgang Olbrisch
Wolfgang Olbrisch (bis Ende 2007 unter dem Namen cover b bekannt) wurde für seine Handtasche Vela ausgezeichnet. Bei dieser Tasche ist die Formgebung auffällig. Die Vela ist einem Segel nachempfunden. Keine Seite gleicht einer anderen und doch ergibt sich ein stimmungsvolles Ganzes. Die Tasche passt sich aufgrund ihrer leichten Rundung der Körperform an. Sie ist ein dezentes Raumwunder: „Mehr Innen, als Aussen“, betonte die Jury. Für die Tasche werden nur hochwertige Materialien verwendet, wie Rindsnappaleder und gewebtes Rosshaar in einem an klassische Vorlagen angelehnten Muster. „Material und Muster bilden gemeinsam mit der außergewöhnlichen Form der Tasche einen raffinierten Spannungsbogen“, so die Begründung der Jury. „Eine Tasche mit skulpturaler Anmutung.“

2009 - 3. Preis

meurer
Schale - Frank Meurer
Frank Meurer ist gelernter Glasbildner. Er wurde für seine Graalschalen „Zellen“ ausgezeichnet. Die Graal-Technik ist ein 1917 in Schweden entwickeltes Verfahren zur Dekorgestaltung zwischen zwei Glasschichten. Der Dekor wird zunächst mit Flusssäure aus dem Farbüberfang eines vorgefertigten Trägerglases heraus geätzt, das Werkstück anschliessend wiedererhitzt, mit farblosem Glas überzogen und zur gewünschten Größe ausgeblasen. Die optische Täuschung - mit einer Spiegelung der Strukturen und Muster - die beim Betrachten der dicken Ränder entsteht, ist dabei für Frank Meurer eines der wichtigsten Gestaltungselemente seiner Schalen. Die Jury hob vor allem die handwerkliche Qualität der Arbeit und die Verwendung der traditionellen Technik, die auf zeitgenössische Weise neu interpretiert wird, hervor.